Willi Räuschl kam 1976 als Mesner nach Straubing St. Jakob. Seither hat er mein Leben und das meiner Familie begleitet. Über all die Jahre als Ministrant, Student, Seelsorger blieb meine Heimatgemeinde St. Jakob ein Bezugspunkt für mich – und Willi Räuschl war eine der wichtigsten Persönlichkeiten in dieser heimatlichen Welt. Ich bin ihm für sehr vieles zu großem Dank verpflichtet. So war es mir eine Ehre, für ihn das Requiem feiern und in der Ansprache seiner gedenken zu dürfen. R.I.P.
Hörst du
das Winterherz
schlägt an dein Herz
Bald
wird es still sein
Aber über dem Schnee
winkt schon der Frühling
mit bunten Blüten
Du weißt
es ist nicht für dich
oder
Rose Ausländer
Zusammen mit Kollegin Rena aus der KHG und Florian Reitemann lade ich alle Alumni der Campusgemeinde ganz herzlich ein zu einem Wochenende im Exerzitienhaus Leitershofen bei Augsburg. Vom Freitag, den 6. bis zum Sonntag, den 8. Februar können wir alte Freundschaften pflegen, Neuigkeiten austauschen und uns etwas Gutes tun für Leib und Seele.
Die Vorbereitungen für das Wochenende laufen. Kurzentschlossene können sich noch bei Florian Reitemann, anmelden!
«linkskatholisch«
Hier schreibt Hermann Josef Eckl – Seelsorger im Bezirksklinikum Mainkofen und Lehrbeauftragter am Department für Katholische Theologie der Universität Passau – über Spiritualität, Theologie und Seelsorge.
Eckl, H. J., Seidl, C., Kaiser, W. & Messerer, H. (2006). angerufen. Exerzitien im Alltag im Spiegel der biblischen Propheten. Stuttgart: Katholisches Bibelwerk.
Diplomarbeit
Eckl, H. J. (1998). Jedes Wesen soll der Liebe frei und froh sich freu’n. Friedrich Hölderlins Konzept der Versöhnung widerstreitender Lebenstendenzen als fundamentaltheologische Kategorie. Diplomarbeit. Freiburg i. Br. (Bernhard-Welte-Preis der Universität Freiburg)
»Werde ich träumen, Dr. Chandra?«, fragt HAL, der reaktivierte Supercomputer der »Discovery« in dem Science Fiction-Klassiker »2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen«. In einer vorhergehenden Mission musste diese erste künstliche Intelligenz abgeschaltet werden, weil sie alle Crew-Mitglieder bis auf einen getötet hatte. Der erfolgreiche Auftrag war dem Computer wichtiger als viele Menschenleben. Jetzt, in der verbesserten Version, ist er bereit, sich für die Crew zu opfern und stellt dabei die gleichen existenziellen Fragen, wie Menschen sie stellen würden. »Ja, du wirst träumen«, antwortet der Schiffsingenieur Dr. Chandra. »Alle intelligenten Wesen träumen.«
Kennen Sie das auch: Ich gehe durch die Straßen meiner Heimatstadt, sie sind mir vertraut, aber gerade deswegen beachte ich sie nicht weiter. Mit einem Mal bleibt mein Blick an einem Ort oder einem Haus hängen und ohne dass ich dies wollte, schießen die Erinnerungen in mein Gedächtnis. Szenen meiner Kindheit und Jugend werden wieder lebendig, Bilder steigen in mir auf, von dem, was mich unbewusst mit dieser Situation verbindet und was mich womöglich bis heute prägt.
Wahrscheinlich lebt man gar nicht, sondern wartet darauf, dass man bald leben werde; nachher, wenn alles vorbei ist, möchte man erfahren, wer man, solange man gewartet hat, gewesen ist.
Wir schreiben den 13. Januar 1982; eine Boeing 737 startet unter schwierigen Wetterbedingungen vom Washington International Airport und kollidiert wenig später mit einem hoch aufragenden Brückenpfeiler. Mitten in einem dicht besiedelten Gebiet stürzt das Flugzeug in den zu dieser Jahreszeit eiskalten Potomac River. Einige Passagiere überleben den Absturz und treiben nun zwischen den Trümmern des Flugzeugwracks hilflos im Wasser – ohne Rettungswesten, denn unmittelbar nach dem Start hatte niemand mit so einer Situation gerechnet. Es ist allenfalls eine Frage von Minuten, bis man da die Kraft verliert und untergeht.
»Leer ist die Welt« [1], so lautet der Titel eines kleinen Büchleins zur Lehre des Buddhismus, das mir vor langen Jahren am Ende meiner Schulzeit der alte Hausarzt unserer Familie geschenkt hat.
Mit klarem Geist schau an als leer
das Weltgeschehen!
Zum Todbesieger werde so.
Wer so die Welt betrachten kann,
den kann der Tod nicht sehen.
Sutta Nipāta 1119, in Schmidt, Kurt: Leer ist die Welt, S. 34 1
Im Frühling wohnen in Tipasa die Götter. Sie reden durch die Sonne und durch den Duft der Wermutsträucher, durch den Silberkürass des Meeres, den grellblauen Himmel, die blumenübersäten Ruinen und die Lichtfülle des Steingetrümmers. Zu gewissen Stunden ist das Land schwarz vor lauter Sonne. Vergebens suchen die Augen mehr festzuhalten als die leuchtenden Farbtropfen, die an den Wimpern zittern. Der herbe Geruch der Kräuter kratzt in der Kehle und benimmt in der ungeheuren Hitze den Atem. Hier trifft man die Götter wie Ruhepunkte im Lauf der Tage. Ich sage: “Dies Ding ist rot und jenes blau und jenes grün. Hier ist das Meer und dort das Gebirge, und dort sind Blumen.”
O Mensch! Gib acht!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
»Die Welt ist tief,
Und tiefer als der Tag gedacht.
Tief ist ihr Weh –,
Lust – tiefer noch als Herzeleid:
Weh spricht: Vergeh!
Doch alle Lust will Ewigkeit –,
will tiefe, tiefe Ewigkeit!«
Friedrich Nietzsche, Das trunkne Lied, aus: Also sprach Zarathustra. Vierter und letzter Teil