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    <title>joh &amp;mdash; Linkskatholisch</title>
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    <description>«linkskatholisch«</description>
    <pubDate>Wed, 06 May 2026 15:14:20 +0200</pubDate>
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      <title>Nur ein Hauch: Der Auferstandene und Thomas</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Leicht wie eine Feder&#xA;&#xA;Joh 20,19–31, Zweiter Sonntag der Osterzeit&#xA;#Predigt #Ostern #Joh&#xA;&#xA;I&#xA;&#xA;Kennen Sie das auch: Ich gehe durch die Straßen meiner Heimatstadt, sie sind mir vertraut, aber gerade deswegen beachte ich sie nicht weiter. Mit einem Mal bleibt mein Blick an einem Ort oder einem Haus hängen und ohne dass ich dies wollte, schießen die Erinnerungen in mein Gedächtnis. Szenen meiner Kindheit und Jugend werden wieder lebendig, Bilder steigen in mir auf, von dem, was mich unbewusst mit dieser Situation verbindet und was mich womöglich bis heute prägt. !--more--Ein Schulweg kann das sein, den ich oft und oft gegangen bin, das Haus eines Freundes aus Jugendtagen oder auch ein Geschäft, das vielleicht schon lange nicht mehr existiert.&#xA;&#xA;Es erstaunt mich, wie viel an Bildern, Farben, Orten in mir auf verborgene Weise lebendig ist. Über das meiste davon kann ich nicht willkürlich verfügen, es braucht einen Anstoß, damit die Erinnerung aus dem Dunkel der Vergangenheit wieder auftaucht. Und so ein Anstoß geschieht fast immer über meinen Leib und meine Sinne: eine Farbe, ein Geruch, ein Geräusch kann das sein oder eine Kombination von alledem.&#xA;&#xA;Marcel Proust beschreibt das wunderbar in seinem Romanwerk »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit«supspan id=&#34;Verweis1&#34; style=&#34;font-style: normal;&#34;​1/span/sup. Der Geschmack eines in Tee getauchten Gebäcks lässt die verlorene Welt seiner Kindheit in ihm wieder auferstehen:&#xA;&#xA;  In der Sekunde nun, als dieser mit dem Kuchengeschmack gemischte Schluck Tee meinen Gaumen berührte, zuckte ich zusammen und war wie gebannt durch etwas Ungewöhnliches, das sich in mir vollzog. Ein unerhörtes Glücksgefühl, das ganz für sich allein bestand und dessen Grund mir unbekannt blieb, hatte mich durchströmt. Mit einem Schlage waren mir die Wechselfälle des Lebens gleichgültig, seine Katastrophen zu harmlosen Missgeschicken, seine Kürze zu einem bloßen Trug unsrer Sinne geworden; es vollzog sich damit in mir, was sonst die Liebe vermag, gleichzeitig aber fühlte ich mich von einer köstlichen Substanz erfüllt: oder diese Substanz war vielmehr nicht in mir, sondern ich war sie selbst.&#xA;&#xA;Solche Erfahrungen machen deutlich, dass wir Menschen zutiefst leibliche Wesen sind und dass auch alles, was wir »Geist« nennen, in irgendeiner Form an unseren Leib gebunden ist. Ein kleines Gedankenexperiment kann uns das verdeutlichen: Denken wir uns doch einfach einmal alle Möglichkeiten, die unser Leib uns verleiht, ganz radikal weg, und fragen wir, was dann übrig bleibt. Wir werden schnell merken: so gut wie gar nichts. Das Gesicht und die Gestalt eines lieben Menschen nehmen wir mit unseren Augen wahr, die vertraute Stimme mit unserem Gehör. Auch die anderen Sinne – Berührung, Geschmack, Geruch – formen unser Bild der Welt so tief und unauslöschlich, dass wir ohne sie, ohne unseren Leib, keinen einzigen Gedanken fassen könnten, schon gar keinen gescheiten oder frommen. Wir haben überhaupt keine Ahnung, was ein Leben ohne Leib sein könnte, wir könnten so etwas nicht in Worte fassen, weder sagen noch denken.&#xA;&#xA;II&#xA;&#xA;Diese Gebundenheit unserer menschlichen Existenz an den Leib ist vielen religiösen und gesellschaftlichen Ideologien bis auf den heutigen Tag unheimlich. Sie scheint eine Abhängigkeit und auch Verletzlichkeit zu schaffen, die wir am liebsten loswerden möchten. Zur Zeit der ersten Christen gab es eine religiöse Strömung namens »Gnosis«, wörtlich »Erkenntnis«, die den Leib und alles, was damit zusammenhing, als unrein betrachtete und als Ergebnis eines kosmischen Unfalls, den man rückgängig machen müsse. Erlösung war für die Gnostiker eine Erlösung aus der Leiblichkeit.&#xA;&#xA;Die heutigen Gnostiker sind vielleicht am ehesten unter den Anhängern des Transhumanismus zu finden, die davon träumen, den schwachen und hinfälligen menschlichen Leib durch technische Enhancements upzugraden und am Ende am besten das Bewusstsein in einen Computer upzuloaden, wo es unabhängig von der jeweiligen Hardware bis in alle Ewigkeit fortbestehen und sich sogar mit anderen Bewusstseinsformen verbinden könnte. Damals wie heute werden solche Utopien von der Angst vor der Sterblichkeit und Verwundbarkeit getriggert, die mit unserer unhintergehbar leiblichen Existenzform verbunden ist. Dass mein Leib anfällig ist für Krankheiten, dass er durch ein winzig kleines Virus aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann, dass er von Jahr zu Jahr in seiner Leistungsfähigkeit abnimmt, dass man jedem Gesicht die Spuren der durchlebten Erfahrungen, der glücklichen, aber auch der schweren, ansieht: All das erinnert uns daran, dass dieses irdische Leben irgendwann zu Ende geht, egal, was wir dagegen unternehmen, wie sehr wir uns schützen oder was wir an medizinischen Möglichkeiten erfinden. Leiblichkeit heißt Endlichkeit.&#xA;&#xA;III&#xA;&#xA;Aber womöglich ist das nur die halbe Wahrheit. Denn es ist ja auch unser Leib, der uns zuallererst in Beziehung sein lässt zu unseren Mitmenschen und zu all dem anderen vielfältigen Leben, das uns umgibt. Ohne den Leib wäre mein Leben vielleicht weniger verletzlich, aber es bliebe auch durch und durch steril. Es ist sogar fraglich, ob es so etwas wie »Geist« und »Bewusstsein« ohne unseren Leib überhaupt geben könnte. Computer können geistige Prozesse nur simulieren, aber nicht selber empfinden. Ein nach dem Modell eines leiblosen Computers gedachtes »Gehirn verfügt weder über geistige Zustände noch über Bewusstsein, denn das Gehirn lebt nicht – es ist nur das Organ eines Lebewesens, einer lebendigen Person. …] Nur ein mit einem fühlenden und beweglichen Körper verbundenes Gehirn ist in der Lage, als zentrales Organ für mentale Prozesse zu dienen, denn nur durch die ständigen Interaktionen von Gehirn, Körper und Umwelt entstehen […] die Strukturen des bewussten Erlebens.«, so schreibt der Philosoph und Psychiater Thomas Fuchssupspan id=&#34;Verweis2&#34; style=&#34;font-style: normal;&#34;​[2/span/sup.&#xA;&#xA;Besonders in den vergangenen beiden Jahren der Pandemie haben wir erlebt, wie leicht unserem Denken der fühlende und bewegliche Körper abhandenkommen kann. Alte Menschen, die von ihren Angehörigen isoliert werden, verkümmern, werden schneller dement und gehen schließlich zugrunde. Kinder und Jugendliche, denen die entwicklungspsychologisch notwendigen Kontakte zu Gleichaltrigen versagt werden, entwickeln Verhaltensauffälligkeiten. Und wir alle haben es tagtäglich gemerkt, wie unbefriedigend rein virtuelle Kontakte bleiben, wenn ich Menschen, die mir nahestehen, nicht berühren kann. Eine Video-Konferenz schafft eben nur vermeintliche Nähe, betrügt uns aber um das, was ein lebendiger Geist braucht, um wirklich denken und fühlen zu können.&#xA;&#xA;IV&#xA;&#xA;Daher ist es kein Wunder, dass Jesus sich seinen Freundinnen und Freunden in leiblich vermittelten Begegnungen als der Auferstandene und Lebendige zeigt. Auch heute im Evangelium wird uns das wieder so geschildert. Jesus haucht die Jünger an, so heißt es da, und spricht ihnen auf diese Weise seinen Frieden zu. Es ist eine ganz zarte, ungeheuer flüchtige Berührung, die in so einem Hauch geschieht. Und doch ist sie spürbar und kann Menschen verändern, wie der zarte und flüchtige Geschmack eines Gebäcks oder die Erinnerungsbilder bei einem Spaziergang durch die Gassen meiner Kindheit und Jugend. Erst diese in irgendeiner Weise leibliche Begegnung mit Jesus lässt die Jünger gewiss sein, dass er lebt. Denn ihnen geht es genauso wie uns mit unseren inneren Bildern: Jetzt steigen in ihnen die Erinnerungen wieder auf, wer Jesus wirklich war und was er getan hat. Dass er Menschen nicht nur mit guten Worten abgespeist, sondern sie wirklich berührt und auf diese Weise wieder heil und ganz gemacht hat: die Aussätzigen, die von seelischen Störungen Geplagten, ja sogar die, die sich schon wie tot fühlten.&#xA;&#xA;Durch die Berührung, durch den leiblichen Kontakt vermittelt Jesus seinen Freundinnen und Freunden den Frieden. Es ist nicht ohne Grund der verwundete Jesus, von dem dieser Friede ausgeht. Durch seine Wunden legt Jesus ein lebendiges Zeugnis dafür ab, dass uns die unserem Leib geschuldete Verletzlichkeit nicht in Panik versetzen muss. Wir müssen es nicht verdrängen, dass wir nur in einem sterblichen Leib wahrhaft Mensch sein können. Jesus ermutigt uns, dass wir unseren Leib wieder schätzen und lieben lernen und alles, was zu dieser Leiblichkeit dazugehört. Das Fühlen, Sehen, Schmecken, Hören, Riechen eröffnet uns Glück und Genuss, die uns ohne unseren Leib auf immer versagt blieben und ohne die das Leben sich gar nicht wirklich lohnen würde.&#xA;&#xA;Als er mit seinen Händen den verwundeten Leib Jesu berührt, spürt der Thomas diesen Frieden. Die Angst weicht dem Glück. Auch wir können diesen Frieden und dieses Glück genießen, wenn wir uns berühren lassen von all dem Wunderbaren, Großartigen und Schönen um uns herum. Es ist Gottes Geist, der uns dann trifft wie ein Hauch.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;supspan id=&#34;Anmerkung1&#34;1/span/sup Proust, Marcel: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Unterwegs zu Swann, Band 1, Frankfurt 2011. Vgl. dazu auch: Fuchs, Thomas: Leib, Raum, Person: Entwurf einer phänomenologischen Anthropologie, Stuttgart 2018, S. 320f.&#xA;&#xA;supspan id=&#34;Anmerkung2&#34;2/span/sup Fuchs, Thomas: Person und Gehirn. Zur Kritik des Zerebrozentrismus, in: Verteidigung des Menschen. Grundfragen einer verkörperten Anthropologie, Frankfurt 2020, S. 198.&#xA;&#xA;Bild © Cristina Conti / Adobe Stock&#xA;&#xA;div class=&#34;about-box&#34;&#xD;&#xA;  img src=&#34;https://snap-share.de/public/uploads/original/71/f9/78f2ae009a5b6e505d28f7080b61.webp&#34; alt=&#34;linkskatholisch&#34;&#xD;&#xA;  h4«linkskatholisch«/h4&#xD;&#xA;  pHier schreibt emHermann Josef Eckl/em, Seelsorger im Bezirksklinikum Mainkofen und Lehrbeauftragter am Department für Katholische Theologie der Universität Passau, über Spiritualität, Theologie und Seelsorge./p&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://snap-share.de/public/uploads/original/08/57/59a8a85705cab0f0eebad0fbf947.webp" alt="Leicht wie eine Feder"></p>

<h2 id="joh-20-19-31-https-www-bibleserver-com-eu-johannes20-2c19-31-zweiter-sonntag-der-osterzeit"><a href="https://www.bibleserver.com/EU/Johannes20%2C19-31">Joh 20,19–31</a>, Zweiter Sonntag der Osterzeit</h2>

<p><a href="https://linkskatholisch.de/tag:Predigt" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Predigt</span></a> <a href="https://linkskatholisch.de/tag:Ostern" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Ostern</span></a> <a href="https://linkskatholisch.de/tag:Joh" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Joh</span></a></p>

<h4 id="i">I</h4>

<p>Kennen Sie das auch: Ich gehe durch die Straßen meiner Heimatstadt, sie sind mir vertraut, aber gerade deswegen beachte ich sie nicht weiter. Mit einem Mal bleibt mein Blick an einem Ort oder einem Haus hängen und ohne dass ich dies wollte, schießen die Erinnerungen in mein Gedächtnis. Szenen meiner Kindheit und Jugend werden wieder lebendig, Bilder steigen in mir auf, von dem, was mich unbewusst mit dieser Situation verbindet und was mich womöglich bis heute prägt. Ein Schulweg kann das sein, den ich oft und oft gegangen bin, das Haus eines Freundes aus Jugendtagen oder auch ein Geschäft, das vielleicht schon lange nicht mehr existiert.</p>

<p>Es erstaunt mich, wie viel an Bildern, Farben, Orten in mir auf verborgene Weise lebendig ist. Über das meiste davon kann ich nicht willkürlich verfügen, es braucht einen Anstoß, damit die Erinnerung aus dem Dunkel der Vergangenheit wieder auftaucht. Und so ein Anstoß geschieht fast immer über meinen Leib und meine Sinne: eine Farbe, ein Geruch, ein Geräusch kann das sein oder eine Kombination von alledem.</p>

<p>Marcel Proust beschreibt das wunderbar in seinem Romanwerk »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit«<sup><span id="Verweis1" style="font-style: normal;">​<a href="#Anmerkung1">1</a></span></sup>. Der Geschmack eines in Tee getauchten Gebäcks lässt die verlorene Welt seiner Kindheit in ihm wieder auferstehen:</p>

<blockquote><p>In der Sekunde nun, als dieser mit dem Kuchengeschmack gemischte Schluck Tee meinen Gaumen berührte, zuckte ich zusammen und war wie gebannt durch etwas Ungewöhnliches, das sich in mir vollzog. Ein unerhörtes Glücksgefühl, das ganz für sich allein bestand und dessen Grund mir unbekannt blieb, hatte mich durchströmt. Mit einem Schlage waren mir die Wechselfälle des Lebens gleichgültig, seine Katastrophen zu harmlosen Missgeschicken, seine Kürze zu einem bloßen Trug unsrer Sinne geworden; es vollzog sich damit in mir, was sonst die Liebe vermag, gleichzeitig aber fühlte ich mich von einer köstlichen Substanz erfüllt: oder diese Substanz war vielmehr nicht in mir, sondern ich war sie selbst.</p></blockquote>

<p>Solche Erfahrungen machen deutlich, dass wir Menschen zutiefst leibliche Wesen sind und dass auch alles, was wir »Geist« nennen, in irgendeiner Form an unseren Leib gebunden ist. Ein kleines Gedankenexperiment kann uns das verdeutlichen: Denken wir uns doch einfach einmal alle Möglichkeiten, die unser Leib uns verleiht, ganz radikal weg, und fragen wir, was dann übrig bleibt. Wir werden schnell merken: so gut wie gar nichts. Das Gesicht und die Gestalt eines lieben Menschen nehmen wir mit unseren Augen wahr, die vertraute Stimme mit unserem Gehör. Auch die anderen Sinne – Berührung, Geschmack, Geruch – formen unser Bild der Welt so tief und unauslöschlich, dass wir ohne sie, ohne unseren Leib, keinen einzigen Gedanken fassen könnten, schon gar keinen gescheiten oder frommen. Wir haben überhaupt keine Ahnung, was ein Leben ohne Leib sein könnte, wir könnten so etwas nicht in Worte fassen, weder sagen noch denken.</p>

<h4 id="ii">II</h4>

<p>Diese Gebundenheit unserer menschlichen Existenz an den Leib ist vielen religiösen und gesellschaftlichen Ideologien bis auf den heutigen Tag unheimlich. Sie scheint eine Abhängigkeit und auch Verletzlichkeit zu schaffen, die wir am liebsten loswerden möchten. Zur Zeit der ersten Christen gab es eine religiöse Strömung namens »Gnosis«, wörtlich »Erkenntnis«, die den Leib und alles, was damit zusammenhing, als unrein betrachtete und als Ergebnis eines kosmischen Unfalls, den man rückgängig machen müsse. Erlösung war für die Gnostiker eine Erlösung aus der Leiblichkeit.</p>

<p>Die heutigen Gnostiker sind vielleicht am ehesten unter den Anhängern des Transhumanismus zu finden, die davon träumen, den schwachen und hinfälligen menschlichen Leib durch technische Enhancements upzugraden und am Ende am besten das Bewusstsein in einen Computer upzuloaden, wo es unabhängig von der jeweiligen Hardware bis in alle Ewigkeit fortbestehen und sich sogar mit anderen Bewusstseinsformen verbinden könnte. Damals wie heute werden solche Utopien von der Angst vor der Sterblichkeit und Verwundbarkeit getriggert, die mit unserer unhintergehbar leiblichen Existenzform verbunden ist. Dass mein Leib anfällig ist für Krankheiten, dass er durch ein winzig kleines Virus aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann, dass er von Jahr zu Jahr in seiner Leistungsfähigkeit abnimmt, dass man jedem Gesicht die Spuren der durchlebten Erfahrungen, der glücklichen, aber auch der schweren, ansieht: All das erinnert uns daran, dass dieses irdische Leben irgendwann zu Ende geht, egal, was wir dagegen unternehmen, wie sehr wir uns schützen oder was wir an medizinischen Möglichkeiten erfinden. Leiblichkeit heißt Endlichkeit.</p>

<h4 id="iii">III</h4>

<p>Aber womöglich ist das nur die halbe Wahrheit. Denn es ist ja auch unser Leib, der uns zuallererst in Beziehung sein lässt zu unseren Mitmenschen und zu all dem anderen vielfältigen Leben, das uns umgibt. Ohne den Leib wäre mein Leben vielleicht weniger verletzlich, aber es bliebe auch durch und durch steril. Es ist sogar fraglich, ob es so etwas wie »Geist« und »Bewusstsein« ohne unseren Leib überhaupt geben könnte. Computer können geistige Prozesse nur simulieren, aber nicht selber empfinden. Ein nach dem Modell eines leiblosen Computers gedachtes »<em>Gehirn verfügt weder über geistige Zustände noch über Bewusstsein, denn das Gehirn lebt nicht – es ist nur das Organ eines Lebewesens, einer lebendigen Person. […] Nur ein mit einem fühlenden und beweglichen Körper verbundenes Gehirn ist in der Lage, als zentrales Organ für mentale Prozesse zu dienen, denn nur durch die ständigen Interaktionen von Gehirn, Körper und Umwelt entstehen […] die Strukturen des bewussten Erlebens.</em>«, so schreibt der Philosoph und Psychiater Thomas Fuchs<sup><span id="Verweis2" style="font-style: normal;">​<a href="#Anmerkung2">2</a></span></sup>.</p>

<p>Besonders in den vergangenen beiden Jahren der Pandemie haben wir erlebt, wie leicht unserem Denken der fühlende und bewegliche Körper abhandenkommen kann. Alte Menschen, die von ihren Angehörigen isoliert werden, verkümmern, werden schneller dement und gehen schließlich zugrunde. Kinder und Jugendliche, denen die entwicklungspsychologisch notwendigen Kontakte zu Gleichaltrigen versagt werden, entwickeln Verhaltensauffälligkeiten. Und wir alle haben es tagtäglich gemerkt, wie unbefriedigend rein virtuelle Kontakte bleiben, wenn ich Menschen, die mir nahestehen, nicht berühren kann. Eine Video-Konferenz schafft eben nur vermeintliche Nähe, betrügt uns aber um das, was ein lebendiger Geist braucht, um wirklich denken und fühlen zu können.</p>

<h4 id="iv">IV</h4>

<p>Daher ist es kein Wunder, dass Jesus sich seinen Freundinnen und Freunden in leiblich vermittelten Begegnungen als der Auferstandene und Lebendige zeigt. Auch heute im Evangelium wird uns das wieder so geschildert. Jesus haucht die Jünger an, so heißt es da, und spricht ihnen auf diese Weise seinen Frieden zu. Es ist eine ganz zarte, ungeheuer flüchtige Berührung, die in so einem Hauch geschieht. Und doch ist sie spürbar und kann Menschen verändern, wie der zarte und flüchtige Geschmack eines Gebäcks oder die Erinnerungsbilder bei einem Spaziergang durch die Gassen meiner Kindheit und Jugend. Erst diese in irgendeiner Weise leibliche Begegnung mit Jesus lässt die Jünger gewiss sein, dass er lebt. Denn ihnen geht es genauso wie uns mit unseren inneren Bildern: Jetzt steigen in ihnen die Erinnerungen wieder auf, wer Jesus wirklich war und was er getan hat. Dass er Menschen nicht nur mit guten Worten abgespeist, sondern sie wirklich berührt und auf diese Weise wieder heil und ganz gemacht hat: die Aussätzigen, die von seelischen Störungen Geplagten, ja sogar die, die sich schon wie tot fühlten.</p>

<p>Durch die Berührung, durch den leiblichen Kontakt vermittelt Jesus seinen Freundinnen und Freunden den Frieden. Es ist nicht ohne Grund der verwundete Jesus, von dem dieser Friede ausgeht. Durch seine Wunden legt Jesus ein lebendiges Zeugnis dafür ab, dass uns die unserem Leib geschuldete Verletzlichkeit nicht in Panik versetzen muss. Wir müssen es nicht verdrängen, dass wir nur in einem sterblichen Leib wahrhaft Mensch sein können. Jesus ermutigt uns, dass wir unseren Leib wieder schätzen und lieben lernen und alles, was zu dieser Leiblichkeit dazugehört. Das Fühlen, Sehen, Schmecken, Hören, Riechen eröffnet uns Glück und Genuss, die uns ohne unseren Leib auf immer versagt blieben und ohne die das Leben sich gar nicht wirklich lohnen würde.</p>

<p>Als er mit seinen Händen den verwundeten Leib Jesu berührt, spürt der Thomas diesen Frieden. Die Angst weicht dem Glück. Auch wir können diesen Frieden und dieses Glück genießen, wenn wir uns berühren lassen von all dem Wunderbaren, Großartigen und Schönen um uns herum. Es ist Gottes Geist, der uns dann trifft wie ein Hauch.</p>

<hr>

<p><sup><span id="Anmerkung1"><a href="#Verweis1">1</a></span></sup> Proust, Marcel: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Unterwegs zu Swann, Band 1, Frankfurt 2011. Vgl. dazu auch: Fuchs, Thomas: Leib, Raum, Person: Entwurf einer phänomenologischen Anthropologie, Stuttgart 2018, S. 320f.</p>

<p><sup><span id="Anmerkung2"><a href="#Verweis2">2</a></span></sup> Fuchs, Thomas: Person und Gehirn. Zur Kritik des Zerebrozentrismus, in: Verteidigung des Menschen. Grundfragen einer verkörperten Anthropologie, Frankfurt 2020, S. 198.</p>

<p><em>Bild © Cristina Conti / Adobe Stock</em></p>

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  <h4>«linkskatholisch«</h4>
  <p>Hier schreibt <em>Hermann Josef Eckl</em>, Seelsorger im Bezirksklinikum Mainkofen und Lehrbeauftragter am Department für Katholische Theologie der Universität Passau, über Spiritualität, Theologie und Seelsorge.</p>
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      <guid>https://linkskatholisch.de/nur-ein-hauch-der-auferstandene-und-thomas</guid>
      <pubDate>Sat, 23 Apr 2022 16:00:00 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title>Laurentiustränen</title>
      <link>https://linkskatholisch.de/laurentiustraenen</link>
      <description>&lt;![CDATA[Sternschnuppen&#xA;&#xA;Joh 12,24–26, Heiliger Laurentius (10. August)&#xA;&#xA;#Predigt #Heilige #Joh&#xA;&#xA;I&#xA;&#xA;Lange laue Sommernächte wie im Urlaub in südlichen Ländern konnten wir in den letzten Wochen genießen: draußen sitzen, die angenehme Abendluft spüren, miteinander plaudern und uns unter den Sternen am Himmel ganz leicht und frei fühlen. Nach einer kurzen Abkühlung könnte heute wieder so eine Nacht sein. Wer morgen nicht gleich früh aufstehen muss, kann sich ein Plätzchen mit freier Sicht suchen und dann mit etwas Glück etwas Besonderes am nächtlichen Himmel beobachten: Sternschnuppen. Und weil es regelmäßig um genau die Zeit des Jahres herum, wo wir das Fest des heiligen Laurentius feiern, ungewöhnlich viele Sternschnuppen sind, nennt man dieses Phänomen seit alter Zeit auch die Laurentiustränen. Man bringt diese kleinen glühenden Spuren am Himmel in Verbindung mit dem Martyrium des Laurentius, der in der Glut zu Tode gekommen sein soll und so ein Zeugnis für seinen Glauben abgelegt hat.&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Heute wissen wir, dass die Laurentiustränen von den Trümmern des Kometen Swift-Tuttle verursacht werden, dessen Bahn die Erde seit Jahrtausenden um genau diese Jahreszeit kreuzt. Mit 200.000 Kilometern pro Stunde rasen die winzigen Kometenteile durch die Erdatmosphäre und verglühen in großer Höhe über uns. Weil momentan Neumond ist, gibt es nicht so viel störendes Licht und die Bedingungen, um Sternschnuppen zu sehen, sind sehr günstig. Wer also die Chance hat, diese Nacht einen einigermaßen dunklen Ort zu finden, sollte dies tun. Denn: Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen.&#xA;&#xA;Auch ohne ganz detaillierte astronomische Kenntnisse hatten die Menschen immer schon die Ahnung, dass die Sternschnuppen von ganz weit her zu uns kommen. Sie legen gewissermaßen Zeugnis ab für die unendliche Weite des Universums, für die riesigen Entfernungen und sein unvorstellbares Alter: Milliarden an Jahren, Milliarden und Abermilliarden an Himmelskörpern, die uns da oben am Firmament leuchten. Wenn uns ein kleines Stück dieser riesigen weiten Welt ganz nahe kommt, uns berührt und einen Augenblick für uns aufleuchtet, dann ist das wie ein Gruß, der uns Menschen an unsere Stellung im Kosmos erinnert. Daran, wie klein und zerbrechlich unsere Welt ist. Daran auch, wie begrenzt unsere menschlichen Möglichkeiten trotz der rasanten Entwicklungen in Wissenschaft und Technik immer noch sind und wie sehr wir als endliche Wesen abhängig sind, von den Kreisläufen der Natur, die älter und dauerhafter und stärker sind als alles, was wir ins Werk setzen können.&#xA;&#xA;II&#xA;&#xA;Fragt sich nur, was wir uns denn eigentlich wünschen sollen, wenn uns solch ein Gruß aus dieser größeren und weiteren Welt des Kosmos erreicht. Gerade die ungewöhnlich klaren und heißen Sommernächte, die wir in diesem Jahr seit Wochen erleben, können uns auf mehrfache Weise ein Denkanstoß sein. Sie sind von den unmittelbar positiven Effekten auf unsere Freizeit abgesehen nicht nur ein gutes Zeichen. Dass dieser Sommer einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sein wird, ist beunruhigend. Zumal er sich in eine Folge heißer Sommer einreiht, die hinter uns liegen und von denen wir mit großer Wahrscheinlichkeit in den kommenden Jahren noch mehr erleben werden. Diese heißen Sommer sind ein untrüglicher Hinweis auf den von uns Menschen durch unsere Eingriffe in die Natur verursachten Wandel des Klimas, mit dem wir unsere Erde viel mehr zum Glühen bringen, als es die Laurentiustränen jemals vermöchten.&#xA;&#xA;Vielleicht also sollten wir uns mehr Bescheidenheit wünschen, mehr Vorsicht und mehr Rücksichtnahme in unserem Handeln. Mehr Respekt vor der Natur und ihrem unglaublich fein ausbalancierten Gleichgewicht, das sich nur mehr schwer oder gar nicht mehr wieder einspielt, wenn es einmal zerstört ist (vgl. Papst Franziskus: »Gott verzeiht immer, …] die Natur verzeiht nie.« supspan id=&#34;Verweis1&#34; style=&#34;font-style: normal;&#34;​[1/span/sup​, S. 9). Was wir momentan mit unserem Lebensstil, der auf Überfluss und Verschwendung ausgerichtet ist, anrichten, wird unabsehbare Folgen haben, nicht nur für die nächsten Jahre, sondern für Jahrhunderte und Jahrtausende. Zum ersten Mal überhaupt greifen wir so sehr in die Prozesse auf unserer Erde ein, dass man das sogar aus dem Weltraum beobachten kann. Alexander Gerst, der deutsche Astronaut, der sich momentan auf der Internationalen Raumstation ISS befindet, hat uns Bilder gesandt, die ihn selbst betroffen gemacht haben, weil man auf ihnen die über weite Landstriche ausgedörrte Erde sehen kann. »Konnte eben die ersten Bilder von Mitteleuropa und Deutschland bei Tag machen, nach mehreren Wochen von Nacht-Überflügen. Schockierender Anblick.«, schreibt er auf Twitter zu seinen Beobachtungen. »Alles vertrocknet und braun, was eigentlich grün sein sollte.«​ supspan id=&#34;Verweis2&#34; style=&#34;font-style: normal;&#34;​2/span/sup​&#xA;&#xA;Alexander Gerst: Schockierender Anblick&#xA;&#xA;Was der Astronaut aus der Distanz sieht, das können die Landwirte hier bei uns und anderswo aus nächster Nähe erleben: Die ausgetrockneten Äcker lassen die Feldfrüchte verkümmern, und allein bei uns in Deutschland sind dadurch Schäden in Milliardenhöhe zu erwarten. Ähnlich besorgt sind die Naturschützer: Sie registrieren, wie durch die Veränderungen des Klimas sich auch die Tier- und Pflanzenwelt verändert. Tierarten, die auf eine kühlere und feuchte Umgebung angewiesen sind, ziehen sich zurück, andere wandern aus wärmeren Gegenden zu uns ein und bringen damit nicht nur ein wenig Exotik zu uns, sondern womöglich auch Krankheiten aus den Tropen, auf die wir nicht eingestellt sind (vgl. eine aktuelle Meldung ​supspan id=&#34;Verweis3&#34; style=&#34;font-style: normal;&#34;​3/span/sup​ auf tagesschau.de).&#xA;&#xA;Die Folgen unseres Handelns spüren nicht nur Pflanzen und Tiere, auch wir Menschen selbst werden davon erfasst. Schon jetzt werden mehr und mehr Landstriche auf unserer Erde unbewohnbar und bieten kaum noch eine ausreichende Lebensgrundlage. Die Verteilungskämpfe um ausreichend Wasser und andere natürliche Ressourcen werden zunehmen. Hunger und Armut und gewaltsame Auseinandersetzungen werden die Folge sein. Ein nicht geringer Teil derjenigen Menschen, die an den europäischen Grenzen an unsere Tür klopfen, ist vor den sich verschlechternden natürlichen Lebensbedingungen in ihrer Heimat geflohen. Und die Zahl der Klimaflüchtlinge wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter wachsen – wahrscheinlich so sehr, dass das, was wir momentan an Flucht und Migration erleben, nur ein kleiner Vorgeschmack ist.&#xA;&#xA;III&#xA;&#xA;Laurentius hat also in diesen Tagen tatsächlich Tränen zu vergießen. Tränen über unsere Rücksichtslosigkeit, mit der wir die Natur ausbeuten. Über unsere Verantwortungslosigkeit, die uns immer noch nicht die Konsequenzen unseres Tuns bedenken lässt. Über unseren Egoismus in den reichen Industrieländern, mit dem wir uns an unseren Wohlstand und an unsere Verschwendung klammern. Über unsere Verblendung, die uns nicht sehen lässt, wie wir uns selbst die Probleme schaffen, mit denen wir dann irgendwann nicht mehr fertig werden. Das, was die Menschen besonders in den Ländern des Südens aus ihrer Heimat fliehen lässt, wird zu einem nicht geringen Teil von uns in den wohlhabenden Weltgegenden verursacht. Wir blasen die Treibhausgase in die Umwelt, wir ruinieren durch wirtschaftlichen Imperialismus die Märkte anderswo und wir exportieren dann auch noch die Waffen, mit denen die Konflikte in dieser buchstäblich aufgeheizten Atmosphäre geführt werden.&#xA;&#xA;Gerade der Laurentius kann uns darauf aufmerksam machen, dass wir damit nicht nur gegen jede Vernunft verstoßen, sondern auch gegen unseren Auftrag als Christinnen und Christen. Denn Laurentius war der Überlieferung nach in der frühen christlichen Gemeinde einer der Diakone. Und damit war er vor allem zuständig für die praktischen Sorgen und Nöte seiner Mitmenschen. Er hat sich besonders um die Notleidenden und Bedürftigen gekümmert, wie dies die ersten Christen als eine der wichtigsten Verpflichtungen verstanden haben, die sich aus dem Auftrag und der Frohen Botschaft Jesu ergeben. Christsein lebt aus dem Glauben und aus dem Gebet, aber es spielt sich immer in der ganz konkreten Wirklichkeit ab. Unser Glaube bewährt sich in der Art und Weise, wie wir mit den Herausforderungen umgehen, die das praktische Leben hier und jetzt uns stellt. Daher ist die christliche Urgemeinde eben nicht an Armut und Not ihrer Mitmenschen vorüber gegangen oder hat den Notleidenden einfach empfohlen, ihre Not geduldig und betend zu ertragen. Nein, sie hat eigens Gemeindemitglieder damit beauftragt, anzupacken und die Nöte zu lindern, hat dafür sogar ein eigenes Amt, nämlich das des Diakons, geschaffen.&#xA;&#xA;Heute sind es nicht mehr nur die Diakone, die sich beauftragt wissen sollen, ihren Mitmenschen beizustehen. Vielmehr sind wir alle ganz persönlich aus unserem Glauben heraus in die Verantwortung gerufen. Ich persönlich bin gefordert, meinen Lebensstil kritisch zu befragen. Und als Gemeinschaft, als Pfarrgemeinde und als Kirche müssen wir uns fragen lassen, ob wir zu einem nachhaltigen Handeln beitragen, das unserer Erde und der Menschheit gut tut. Nicht zuletzt Papst Franziskus mit seinem Schreiben „Laudato si’“ supspan id=&#34;Verweis4&#34; style=&#34;font-style: normal;&#34;​4/span/sup​ und vielen anderen Aufrufen erinnert uns immer wieder daran. Es mag für uns ungewohnt sein und wir tun uns vielfach noch schwer, es mit unserem Glauben in Verbindung zu bringen: Aber es geht uns auch und gerade als Christinnen und Christen etwas an, wie es um unsere Umwelt bestellt ist, wie wir die Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft gestalten und wie wir uns um diejenigen Menschen kümmern, die durch wirtschaftliche oder ökologische Probleme unter die Räder zu kommen drohen. Laurentius und andere haben damit angefangen, und es war kein abstrakter und weltfremder, sondern dieser ganz und gar konkrete und greifbare Glaube, den sie mit ihrem Leben bezeugt haben. So kann Laurentius mit seinen Tränen uns auch heute Mahnung und Auftrag sein, dass wir selbst endlich bereit werden für die notwendigen Veränderungen in unserer Welt.&#xA;&#xA;Laurentius und seine Tränen können uns aber auch Hilfe sein, wenn wir uns mit diesem Auftrag manchmal überfordert fühlen; Mutlosigkeit und Resignation sind nämlich keine sinnvolle Antwort auf unsere Probleme. Die Laurentiustränen sind Botschafter aus der unendlichen Weite des Kosmos. Sie bringen uns damit zum einen ins Gedächtnis, wie fein abgestimmt die Gesetze dieses Kosmos sind, die wir heutzutage wissenschaftlich viel besser verstehen als früher. Und sie machen uns zum anderen bewusst, dass wir aller vermeintlichen menschlichen Macht und Größe zum Trotz nur ein kleiner Teil dieses Kosmos sind und von einer größeren Macht über uns abhängen: Wir sind in der Hand Gottes. Eine solche Abhängigkeit macht uns nicht klein, vielmehr bestärkt sie uns: Denn Gott liegen wir mitsamt unserer Welt am Herzen. Die Sternschnuppen sind Zeichen dafür, dass die Freuden und Leiden hier auf Erden sich am Himmel widerspiegeln und dass der Himmel die Kraft hat, alles, was für uns auf Erden schwer und schwierig ist, in etwas Gutes zu verwandeln. Bei aller Mahnung sind die Laurentiustränen daher am Ende doch zurecht ein Glückszeichen. Hinweis auf das Glück, das Gott für uns Menschen will. Gelingen wird dies freilich nur, wenn wir Gottes Angebot auch aufnehmen. Heute wäre ein guter Tag, um damit anzufangen.&#xA;&#xA;Die Pfarrei St. Laurentius in Neustadt an der Donau hatte mich als Prediger zum alljährlichen Pfarrfest eingeladen. Zu diesem Anlass habe ich versucht, das traditionelle Motiv der »Laurentiustränen« mit der aktuellen Sorge um Umwelt und Klima zu verbinden. Ich danke der Pfarrgemeinde für die Einladung sowie Andrea Edenharter und Michael Hauber für den Nachweis einiger Zitate.&#xA;&#xA;---&#xA;&#xA;supspan id=&#34;Anmerkung1&#34;1/span/sup Hellbach, Beate: Franziskus to go: Wegweisende Zitate von Papst Franziskus. Berlin : Neues Leben, 2016&#xA;&#xA;supspan id=&#34;Anmerkung2&#34;2/span/sup Alexander Gerst [@AstroAlex]. URL https://twitter.com/AstroAlex/status/1026581015853256705. – abgerufen am 2018-08-14. — Twitter&#xA;&#xA;supspan id=&#34;Anmerkung3&#34;3/span/sup Experten alarmiert: Tropische Zecke erreicht Deutschland. — tagesschau.de (Meldung von 14.08.2014, online nicht mehr verfügbar)&#xA;&#xA;supspan id=&#34;Anmerkung4&#34;4/span/sup Franziskus, Papst: Laudato si’. Über die Sorge für das gemeinsame Haus: Die Umwelt-Enzyklika mit Einführung und Themenschlüssel. Stuttgart : Katholisches Bibelwerk, 2015 — ISBN 978-3460321342&#xA;&#xA;Bild (c) paulista | Shutterstock&#xA;&#xA;div class=&#34;about-box&#34;&#xD;&#xA;  img src=&#34;https://snap-share.de/public/uploads/original/71/f9/78f2ae009a5b6e505d28f7080b61.webp&#34; alt=&#34;linkskatholisch&#34;&#xD;&#xA;  h4«linkskatholisch«/h4&#xD;&#xA;  pHier schreibt emHermann Josef Eckl/em, Seelsorger im Bezirksklinikum Mainkofen und Lehrbeauftragter am Department für Katholische Theologie der Universität Passau, über Spiritualität, Theologie und Seelsorge./p&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://snap-share.de/public/uploads/original/3f/4a/78ec18686dbc2fde3d630efb4b8a.webp" alt="Sternschnuppen"></p>

<h2 id="joh-12-24-26-https-www-bibleserver-com-eu-johannes12-2c24-26-heiliger-laurentius-10-august"><a href="https://www.bibleserver.com/EU/Johannes12%2C24-26">Joh 12,24–26</a>, Heiliger Laurentius (10. August)</h2>

<p><a href="https://linkskatholisch.de/tag:Predigt" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Predigt</span></a> <a href="https://linkskatholisch.de/tag:Heilige" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Heilige</span></a> <a href="https://linkskatholisch.de/tag:Joh" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Joh</span></a></p>

<h4 id="i">I</h4>

<p>Lange laue Sommernächte wie im Urlaub in südlichen Ländern konnten wir in den letzten Wochen genießen: draußen sitzen, die angenehme Abendluft spüren, miteinander plaudern und uns unter den Sternen am Himmel ganz leicht und frei fühlen. Nach einer kurzen Abkühlung könnte heute wieder so eine Nacht sein. Wer morgen nicht gleich früh aufstehen muss, kann sich ein Plätzchen mit freier Sicht suchen und dann mit etwas Glück etwas Besonderes am nächtlichen Himmel beobachten: Sternschnuppen. Und weil es regelmäßig um genau die Zeit des Jahres herum, wo wir das Fest des heiligen Laurentius feiern, ungewöhnlich viele Sternschnuppen sind, nennt man dieses Phänomen seit alter Zeit auch die Laurentiustränen. Man bringt diese kleinen glühenden Spuren am Himmel in Verbindung mit dem Martyrium des Laurentius, der in der Glut zu Tode gekommen sein soll und so ein Zeugnis für seinen Glauben abgelegt hat.
</p>

<p>Heute wissen wir, dass die Laurentiustränen von den Trümmern des Kometen Swift-Tuttle verursacht werden, dessen Bahn die Erde seit Jahrtausenden um genau diese Jahreszeit kreuzt. Mit 200.000 Kilometern pro Stunde rasen die winzigen Kometenteile durch die Erdatmosphäre und verglühen in großer Höhe über uns. Weil momentan Neumond ist, gibt es nicht so viel störendes Licht und die Bedingungen, um Sternschnuppen zu sehen, sind sehr günstig. Wer also die Chance hat, diese Nacht einen einigermaßen dunklen Ort zu finden, sollte dies tun. Denn: Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen.</p>

<p>Auch ohne ganz detaillierte astronomische Kenntnisse hatten die Menschen immer schon die Ahnung, dass die Sternschnuppen von ganz weit her zu uns kommen. Sie legen gewissermaßen Zeugnis ab für die unendliche Weite des Universums, für die riesigen Entfernungen und sein unvorstellbares Alter: Milliarden an Jahren, Milliarden und Abermilliarden an Himmelskörpern, die uns da oben am Firmament leuchten. Wenn uns ein kleines Stück dieser riesigen weiten Welt ganz nahe kommt, uns berührt und einen Augenblick für uns aufleuchtet, dann ist das wie ein Gruß, der uns Menschen an unsere Stellung im Kosmos erinnert. Daran, wie klein und zerbrechlich unsere Welt ist. Daran auch, wie begrenzt unsere menschlichen Möglichkeiten trotz der rasanten Entwicklungen in Wissenschaft und Technik immer noch sind und wie sehr wir als endliche Wesen abhängig sind, von den Kreisläufen der Natur, die älter und dauerhafter und stärker sind als alles, was wir ins Werk setzen können.</p>

<h4 id="ii">II</h4>

<p>Fragt sich nur, was wir uns denn eigentlich wünschen sollen, wenn uns solch ein Gruß aus dieser größeren und weiteren Welt des Kosmos erreicht. Gerade die ungewöhnlich klaren und heißen Sommernächte, die wir in diesem Jahr seit Wochen erleben, können uns auf mehrfache Weise ein Denkanstoß sein. Sie sind von den unmittelbar positiven Effekten auf unsere Freizeit abgesehen nicht nur ein gutes Zeichen. Dass dieser Sommer einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sein wird, ist beunruhigend. Zumal er sich in eine Folge heißer Sommer einreiht, die hinter uns liegen und von denen wir mit großer Wahrscheinlichkeit in den kommenden Jahren noch mehr erleben werden. Diese heißen Sommer sind ein untrüglicher Hinweis auf den von uns Menschen durch unsere Eingriffe in die Natur verursachten Wandel des Klimas, mit dem wir unsere Erde viel mehr zum Glühen bringen, als es die Laurentiustränen jemals vermöchten.</p>

<p>Vielleicht also sollten wir uns mehr Bescheidenheit wünschen, mehr Vorsicht und mehr Rücksichtnahme in unserem Handeln. Mehr Respekt vor der Natur und ihrem unglaublich fein ausbalancierten Gleichgewicht, das sich nur mehr schwer oder gar nicht mehr wieder einspielt, wenn es einmal zerstört ist (vgl. Papst Franziskus: »Gott verzeiht immer, […] die Natur verzeiht nie.« <sup><span id="Verweis1" style="font-style: normal;">​<a href="#Anmerkung1">1</a></span></sup>​, S. 9). Was wir momentan mit unserem Lebensstil, der auf Überfluss und Verschwendung ausgerichtet ist, anrichten, wird unabsehbare Folgen haben, nicht nur für die nächsten Jahre, sondern für Jahrhunderte und Jahrtausende. Zum ersten Mal überhaupt greifen wir so sehr in die Prozesse auf unserer Erde ein, dass man das sogar aus dem Weltraum beobachten kann. Alexander Gerst, der deutsche Astronaut, der sich momentan auf der Internationalen Raumstation ISS befindet, hat uns Bilder gesandt, die ihn selbst betroffen gemacht haben, weil man auf ihnen die über weite Landstriche ausgedörrte Erde sehen kann. »Konnte eben die ersten Bilder von Mitteleuropa und Deutschland bei Tag machen, nach mehreren Wochen von Nacht-Überflügen. Schockierender Anblick.«, schreibt er auf Twitter zu seinen Beobachtungen. »Alles vertrocknet und braun, was eigentlich grün sein sollte.«​ <sup><span id="Verweis2" style="font-style: normal;">​<a href="#Anmerkung2">2</a></span></sup>​</p>

<p><img src="https://snap-share.de/public/uploads/original/db/1d/26cd148bd816c3982328de12c8e5.webp" alt="Alexander Gerst: Schockierender Anblick"></p>

<p>Was der Astronaut aus der Distanz sieht, das können die Landwirte hier bei uns und anderswo aus nächster Nähe erleben: Die ausgetrockneten Äcker lassen die Feldfrüchte verkümmern, und allein bei uns in Deutschland sind dadurch Schäden in Milliardenhöhe zu erwarten. Ähnlich besorgt sind die Naturschützer: Sie registrieren, wie durch die Veränderungen des Klimas sich auch die Tier- und Pflanzenwelt verändert. Tierarten, die auf eine kühlere und feuchte Umgebung angewiesen sind, ziehen sich zurück, andere wandern aus wärmeren Gegenden zu uns ein und bringen damit nicht nur ein wenig Exotik zu uns, sondern womöglich auch Krankheiten aus den Tropen, auf die wir nicht eingestellt sind (vgl. eine aktuelle Meldung ​<sup><span id="Verweis3" style="font-style: normal;">​<a href="#Anmerkung3">3</a></span></sup>​ auf tagesschau.de).</p>

<p>Die Folgen unseres Handelns spüren nicht nur Pflanzen und Tiere, auch wir Menschen selbst werden davon erfasst. Schon jetzt werden mehr und mehr Landstriche auf unserer Erde unbewohnbar und bieten kaum noch eine ausreichende Lebensgrundlage. Die Verteilungskämpfe um ausreichend Wasser und andere natürliche Ressourcen werden zunehmen. Hunger und Armut und gewaltsame Auseinandersetzungen werden die Folge sein. Ein nicht geringer Teil derjenigen Menschen, die an den europäischen Grenzen an unsere Tür klopfen, ist vor den sich verschlechternden natürlichen Lebensbedingungen in ihrer Heimat geflohen. Und die Zahl der Klimaflüchtlinge wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter wachsen – wahrscheinlich so sehr, dass das, was wir momentan an Flucht und Migration erleben, nur ein kleiner Vorgeschmack ist.</p>

<h4 id="iii">III</h4>

<p>Laurentius hat also in diesen Tagen tatsächlich Tränen zu vergießen. Tränen über unsere Rücksichtslosigkeit, mit der wir die Natur ausbeuten. Über unsere Verantwortungslosigkeit, die uns immer noch nicht die Konsequenzen unseres Tuns bedenken lässt. Über unseren Egoismus in den reichen Industrieländern, mit dem wir uns an unseren Wohlstand und an unsere Verschwendung klammern. Über unsere Verblendung, die uns nicht sehen lässt, wie wir uns selbst die Probleme schaffen, mit denen wir dann irgendwann nicht mehr fertig werden. Das, was die Menschen besonders in den Ländern des Südens aus ihrer Heimat fliehen lässt, wird zu einem nicht geringen Teil von uns in den wohlhabenden Weltgegenden verursacht. Wir blasen die Treibhausgase in die Umwelt, wir ruinieren durch wirtschaftlichen Imperialismus die Märkte anderswo und wir exportieren dann auch noch die Waffen, mit denen die Konflikte in dieser buchstäblich aufgeheizten Atmosphäre geführt werden.</p>

<p>Gerade der Laurentius kann uns darauf aufmerksam machen, dass wir damit nicht nur gegen jede Vernunft verstoßen, sondern auch gegen unseren Auftrag als Christinnen und Christen. Denn Laurentius war der Überlieferung nach in der frühen christlichen Gemeinde einer der Diakone. Und damit war er vor allem zuständig für die praktischen Sorgen und Nöte seiner Mitmenschen. Er hat sich besonders um die Notleidenden und Bedürftigen gekümmert, wie dies die ersten Christen als eine der wichtigsten Verpflichtungen verstanden haben, die sich aus dem Auftrag und der Frohen Botschaft Jesu ergeben. Christsein lebt aus dem Glauben und aus dem Gebet, aber es spielt sich immer in der ganz konkreten Wirklichkeit ab. Unser Glaube bewährt sich in der Art und Weise, wie wir mit den Herausforderungen umgehen, die das praktische Leben hier und jetzt uns stellt. Daher ist die christliche Urgemeinde eben nicht an Armut und Not ihrer Mitmenschen vorüber gegangen oder hat den Notleidenden einfach empfohlen, ihre Not geduldig und betend zu ertragen. Nein, sie hat eigens Gemeindemitglieder damit beauftragt, anzupacken und die Nöte zu lindern, hat dafür sogar ein eigenes Amt, nämlich das des Diakons, geschaffen.</p>

<p>Heute sind es nicht mehr nur die Diakone, die sich beauftragt wissen sollen, ihren Mitmenschen beizustehen. Vielmehr sind wir alle ganz persönlich aus unserem Glauben heraus in die Verantwortung gerufen. Ich persönlich bin gefordert, meinen Lebensstil kritisch zu befragen. Und als Gemeinschaft, als Pfarrgemeinde und als Kirche müssen wir uns fragen lassen, ob wir zu einem nachhaltigen Handeln beitragen, das unserer Erde und der Menschheit gut tut. Nicht zuletzt Papst Franziskus mit seinem Schreiben „Laudato si’“ <sup><span id="Verweis4" style="font-style: normal;">​<a href="#Anmerkung4">4</a></span></sup>​ und vielen anderen Aufrufen erinnert uns immer wieder daran. Es mag für uns ungewohnt sein und wir tun uns vielfach noch schwer, es mit unserem Glauben in Verbindung zu bringen: Aber es geht uns auch und gerade als Christinnen und Christen etwas an, wie es um unsere Umwelt bestellt ist, wie wir die Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft gestalten und wie wir uns um diejenigen Menschen kümmern, die durch wirtschaftliche oder ökologische Probleme unter die Räder zu kommen drohen. Laurentius und andere haben damit angefangen, und es war kein abstrakter und weltfremder, sondern dieser ganz und gar konkrete und greifbare Glaube, den sie mit ihrem Leben bezeugt haben. So kann Laurentius mit seinen Tränen uns auch heute Mahnung und Auftrag sein, dass wir selbst endlich bereit werden für die notwendigen Veränderungen in unserer Welt.</p>

<p>Laurentius und seine Tränen können uns aber auch Hilfe sein, wenn wir uns mit diesem Auftrag manchmal überfordert fühlen; Mutlosigkeit und Resignation sind nämlich keine sinnvolle Antwort auf unsere Probleme. Die Laurentiustränen sind Botschafter aus der unendlichen Weite des Kosmos. Sie bringen uns damit zum einen ins Gedächtnis, wie fein abgestimmt die Gesetze dieses Kosmos sind, die wir heutzutage wissenschaftlich viel besser verstehen als früher. Und sie machen uns zum anderen bewusst, dass wir aller vermeintlichen menschlichen Macht und Größe zum Trotz nur ein kleiner Teil dieses Kosmos sind und von einer größeren Macht über uns abhängen: Wir sind in der Hand Gottes. Eine solche Abhängigkeit macht uns nicht klein, vielmehr bestärkt sie uns: Denn Gott liegen wir mitsamt unserer Welt am Herzen. Die Sternschnuppen sind Zeichen dafür, dass die Freuden und Leiden hier auf Erden sich am Himmel widerspiegeln und dass der Himmel die Kraft hat, alles, was für uns auf Erden schwer und schwierig ist, in etwas Gutes zu verwandeln. Bei aller Mahnung sind die Laurentiustränen daher am Ende doch zurecht ein Glückszeichen. Hinweis auf das Glück, das Gott für uns Menschen will. Gelingen wird dies freilich nur, wenn wir Gottes Angebot auch aufnehmen. Heute wäre ein guter Tag, um damit anzufangen.</p>

<p><em>Die Pfarrei St. Laurentius in Neustadt an der Donau hatte mich als Prediger zum alljährlichen Pfarrfest eingeladen. Zu diesem Anlass habe ich versucht, das traditionelle Motiv der »Laurentiustränen« mit der aktuellen Sorge um Umwelt und Klima zu verbinden. Ich danke der Pfarrgemeinde für die Einladung sowie Andrea Edenharter und Michael Hauber für den Nachweis einiger Zitate.</em></p>

<hr>

<p><sup><span id="Anmerkung1"><a href="#Verweis1">1</a></span></sup> Hellbach, Beate: Franziskus to go: Wegweisende Zitate von Papst Franziskus. Berlin : Neues Leben, 2016</p>

<p><sup><span id="Anmerkung2"><a href="#Verweis2">2</a></span></sup> Alexander Gerst [@Astro<em>Alex]. URL <a href="https://twitter.com/Astro">https://twitter.com/Astro</a></em>Alex/status/1026581015853256705. – abgerufen am 2018-08-14. — Twitter</p>

<p><sup><span id="Anmerkung3"><a href="#Verweis3">3</a></span></sup> Experten alarmiert: Tropische Zecke erreicht Deutschland. — tagesschau.de (Meldung von 14.08.2014, online nicht mehr verfügbar)</p>

<p><sup><span id="Anmerkung4"><a href="#Verweis4">4</a></span></sup> Franziskus, Papst: Laudato si’. Über die Sorge für das gemeinsame Haus: Die Umwelt-Enzyklika mit Einführung und Themenschlüssel. Stuttgart : Katholisches Bibelwerk, 2015 — ISBN 978-3460321342</p>

<p><em>Bild © paulista | Shutterstock</em></p>

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  <h4>«linkskatholisch«</h4>
  <p>Hier schreibt <em>Hermann Josef Eckl</em>, Seelsorger im Bezirksklinikum Mainkofen und Lehrbeauftragter am Department für Katholische Theologie der Universität Passau, über Spiritualität, Theologie und Seelsorge.</p>
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      <pubDate>Tue, 14 Aug 2018 16:00:00 +0000</pubDate>
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